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"Interview with Ursula Faix / Paul Burgstaller - in German"
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Auszüge aus einem Interview mit Ursula Faix und Paul Burgstaller.

Katarina Oberbichler:
Wenn man sich im Büro umblickt, sieht man von verschiedensten Projekten viele Modelle in mehreren Maßstäben, vor allem – für mich beeindruckend – sind die Modelle teilweise auch sehr groß.


Ursula Faix:
Wir lieben Modelle – vor allem Arbeitsmodelle. Für uns sind Modelle einerseits das beste Instrument, um Projekte zu evaluieren, aber auch das beste Präsentationsinstrument für unsere Bauherrn. Unsere Kunden brauchen dadurch nicht Pläne lesen zu können, denn das Projekt wird im Laufe des Planungsprozesses als Modell immer größer gebaut, sodaß Materialien und Möbel im Modell überprüft und dargestellt werden können. Durch diese gewissenhafte Arbeitsweise, gibt es keine Überraschungen bei der Realisierung des Projektes.

Katarina Oberbichler:
Wenn ich noch weiter auf die Modelle eingehen darf – ich sehe hier Modelle von unterschiedlichen Projekten. An welchen Projekten arbeitet Ihr gerade?


Paul Burgstaller:
Die meisten Projekte, die wir gerade bearbeiten sind in der Entwurfsphase: wie zum Beispiel eine Dachwohnung, ein Doppelhaus in Salzburg oder eine kleine Wohnanlage in Osttirol. Wir betreuen auch gerade einen langjährigen Kunden mit dem Neubau eines
Privathauses und erstellen ein Shopkonzept für einen Elektroshop in Oberösterreich.

Ursula Faix:
Weiters bearbeiten wir zwei städtebauliche Studien für die Stadt Innsbruck - in Kooperation mit der Uni Innsbruck. Zusätzlich arbeiten wir noch an einem kleinen Forschungsprojekt im Kosovo, sowie einer Ausstellung über unsere Arbeit im aut.
architektur und tirol in Innsbruck.

Katarina Oberbichler:
Wie kommt es zu dieser so großen Bandbreite von Projekten?


Paul Burgstaller:
Man muss vielleicht wissen, dass sowohl Ursula, als auch ich, lange in großen internationalen Büros gearbeitet haben, in denen diese Vielschichtigkeit von Projekten üblich ist. Als wir unser eigenes Büro gegründet haben, wollten wir diese Vielschichtigkeit, wie zum Beispiel theoretische Arbeiten neben der klassischen Architekturproduktion, erhalten. Zusätzlich sehen wir dieses Engagement auch als einen wichtigen Punkt unserer Arbeit an.

Katarina Oberbichler:
Erfahrungen, die man in großen Büros gesammelt hat, kommen sicher dem eigenen jungen Büro zugute. In welchen Büros habt Ihr gearbeitet?


Ursula Faix:
Ich war für drei Jahre bei Massimiliano Fuksas in Wien und Rom und habe an Projekten wie den TwinTowers in Wien gearbeitet. Paul war bei Behnisch&Partner in Stuttgart, bei west8, einem der größten Städtebau- und Landschaftsarchitekturbüros, sowie bei OMA / Rem Koolhaas in Rotterdam.

Paul Burgstaller:
Wir konnten in diesen Büros Erfahrungen mit großen internationalen Projekten sammeln. Ich zum Beispiel arbeitete an Projekten in Deutschland, England, USA, Südkorea und China. Mit diesen Erfahrungen kamen wir zurück nach Österreich und arbeiteten für lokale Büros. In einem dieser Büros lernten wir uns dann auch kennen – aber wie du schon sagst - dieses vielschichtige Wissen kommt nun natürlich unserem eigenen Büro zugute.

Katarina Oberbichler:
Habt Ihr Euch bei dieser Vielschichtigkeit von Projekten auf Themen spezialisiert bzw. worauf ist Euer Büro spezialisiert?


Ursula Faix:
Wir lieben die Vielschichtigkeit der Problemstellungen. Wir sind auch fest davon überzeugt, dass sich die verschiedenen Bereiche ergänzen und bereichern. Unsere Erfahrung ist vor allem, dass das breite Spektrum der Diskussion in unserem Büro überraschende Lösungsansätze hervorbringt, die einen Mehrwert für die Projekte und unsere Bauherrn darstellen.

Paul Burgstaller:
Vielleicht kann man das auch als Spezialisierung sehen! Viele unserer Kunden kommen zu uns, weil sie ein Problem haben, das bis dato noch nicht gelöst wurde. Teilweise bekommen wir dadurch Projekte, an denen schon andere Büros gearbeitet haben und der Kunde nicht glücklich mit deren Lösungen war.

Katarina Oberbichler:
Das ist vermutlich eine sehr schwierige Stellung am Beginn eines Planungsprozesses?


Paul Burgstaller:
Ja, stimmt, vermutlich, aber andererseits freuen wir uns über ein großes Vertrauen und Vorschusslorbeeren, die wir in so einer Situation von unserem neuen Bauherrn bekommen.

Katarina Oberbichler:
Danke für das Interview, abschliessend noch eine Frage: Welche Musik wird bei Euch im Büro gehört?


Paul Burgstaller:
Ich glaube jeder von uns oder unseren Mitarbeitern hat einen anderen Musikgeschmack. Untertags läuft eigentlich meistens Radio fm4 als eine Art Geräuschkulisse. Am Abend wird die Lieblingsmusik der Teammitglieder gespielt. Meine Lieblingsmusik, ‚dinosaur jr.‘, kann ich eigentlich nur hören, wenn ich alleine im Büro bin.

Ursula Faix:
‚radio nova‘ ein Pariser Radiosender, höre ich sehr gerne beim Arbeiten.

year
2010

  March/27/2017//14:40